Und Klappe: Tipps für Filmemacher

Bevor es los geht: Rechtzeitig planen!

Du hast eine Idee für deine Geschichte? Dann schreib sie auf – als Drehbuch oder Comicstrip oder in Stichworten. Denn nun musst du ganz genau planen, damit alles klappt.

  • Wie viele Schauspieler brauchst du? Wann haben die Leute Zeit? Ein Drehplan kann helfen, alles im Blick zu behalten. Denk auch an Wegbeschreibungen, damit alle den Drehort finden. Und sorg dafür, dass alle genug zu essen haben, denn manchmal kann ein Drehtag lang werden.
  • Wo kannst du deinen Film drehen? An vielen Orten brauchst du eine Genehmigung der Besitzer (zum Beispiel im Restaurant oder im Kaufhaus). Einfacher wird’s, wenn du im Park oder im Wald drehst, da laufen auch meistens nicht so viele Menschen durchs Bild.
  • Denk ans Licht – besonders im Winter! Wenn es dunkel wird, kannst du die Filmerei draußen vergessen, also fang besser früh an!
  • Brauchst du Requisiten für deine Geschichte? Kostüme? Schminke? Mach eine Liste und pack alles ein.
  • Ist mit der Technik alles okay? Sind die Akkus der Kamera aufgeladen? Sind alle wichtigen Kabel und Utensilien in der Tasche? Hast du genug Kassetten eingepackt?

Am Drehort: So klappt’s ohne Chaos

Es geht los, das Team ist versammelt und der Filmdreh beginnt. Damit kein Chaos entsteht, beachte folgende Tipps.

  • Verteilt die Aufgaben. Wer hält die Kamera oder das Mikro?
  • Mach dir beim Drehen Notizen (oder Fotos). So behältst du immer den Überblick, welche Szenen noch fehlen oder noch mal gedreht werden müssen.
  • Ruhe bitte! Macht alle die Handys aus und schickt Quatschtanten und –onkels vor die Tür.
  • Überprüf immer den Ton – mit Kopfhörern! Störgeräusche wie laute Autos oder pfeifender Wind machen die schönsten Szenen kaputt, wer ohne Kopfhörer dreht, merkt das allerdings oft erst nach dem Dreh beim Sichten des Materials.
  • Nimm ein Extra-Mikrofon mit! Das Mikro an der Kamera taugt nur dann etwas, wenn die Schauspieler ganz nah dran sind und wenn keine Störgeräusche da sind. Aber Vorsicht: das Mikro hat im Bild nix verloren!
  • Pass auf, dass keine Leute durchs Bild latschen. Schließ die Tür ab, bitte Spaziergänger darum, kurz zu warten oder einen anderen Weg zu nehmen.
  • Denk dran die Kassetten beim Dreh zu beschriften, sonst gibt’s Materialchaos.
  • Denk mal über deine Einstellung nach! Wenn du ein Gesicht von ganz nah filmst, kommen die Gefühle des Schauspielers zur Geltung. Wenn du jemanden von unten filmst, sieht er groß und gefährlich aus, von oben klein und unschuldig. Welchen Effekt willst du? Es lohnt sich, drüber nachzudenken, denn immer nur die gleiche Einstellung ist langweilig.
  • Check nach jeder Szene kurz im Display, ob alles aufgenommen wurde (Schnelldurchlauf). Hör zur Sicherheit auch noch mal den Ton an.

Beim Schnitt: Die Postproduktion

Alles im Kasten? Super – aber jetzt dauert’s noch mal mindestens genau so lange wie beim Drehen, denn bis aus der Fülle an Material ein fertiger Film wird, stehen dir viele Stunden am Computer bevor.

  • Leg dir deine Notizen neben den PC, damit du nicht vergisst, wie deine ursprüngliche Idee war.
  • Ordnung ist das halbe Leben – besonders beim Schnitt am PC. Gib deinen Filmschnipseln eindeutige Namen, damit du dich zurecht findest.
  • Vermeide Anschlussfehler! Wenn ein Schauspieler in einer Einstellung eine Mütze trägt, sollte er sie auch in der nächsten Einstellung noch auf haben, sonst sieht’s blöd aus.
  • Vergiss bitte nie das Zwischenspeichern, es kann ja sein, dass der Computer mal abstürzt. Mach am besten zwischendurch auch mal Sicherungskopien auf CD.

Wichtig: Finger weg vom CD-Regal – Musik klauen ist verboten!

Falls du für deinen Film Musik verwenden willst, musst du unbedingt darauf achten, dass du nicht gegen das Urheberrecht verstößt! Musik auf CDs ist in der Regel geschützt, das heißt, du darfst sie nicht verwenden, ohne die Band oder die Plattenfirma um Erlaubnis zu fragen. Und leider kostet das selbst dann auch noch GEMA-Gebühren...

Aber es geht auch einfacher, und zwar so:

  • Mach selbst die Musik, vielleicht spielst du ja ein Instrument oder kannst super singen oder rappen. Oder du produzierst eigene Musik am Computer.
  • Frag doch mal bei Bands in deinem Ort nach, vielleicht freuen sie sich, wenn ihre Musik in deinem Beitrag groß rauskommt.
  • Schau dich im Internet um! Viele Portale bieten lizenzfreie Musik zum kostenlosen Download an!

Übrigens: Du musst auch aufpassen, wenn du Ausschnitte aus anderen Filmen verwenden möchtest. Ausführliche Informationen zum Urheberrecht gibt es hier und natürlich in unseren Teilnahmebedingungen.

Keine Namen ohne Einwilligung!

Falls du für deinen Beitrag ein Interview machst oder über eine Person berichtest, frag, ob die Leute einverstanden sind, dass ihr vollständiger Name später auf www.typ2020.de veröffentlicht wird. Wenn nicht, lass den Namen weg oder verwende einen ausgedachten Namen mit abgekürztem Nachnamen, zum Beispiel „Peter P.“ oder „Karin Z.“. Bei Kindern, die jünger sind als 14 Jahre, musst du die Eltern um Erlaubnis fragen, wenn du den vollständigen Namen nennen möchtest!

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